Kurz gesagt: Objektiv und Kamera reinigst du von grob nach fein: erst losen Staub mit einem Blasebalg wegpusten, dann Fingerabdrücke mit einem weichen Tuch und etwas Objektivreiniger von der Mitte nach außen abwischen. Druckluftspray, Verdünner und Waschbenzin sind tabu. Beim Bildsensor gilt: nur Blasebalg, ohne Pinsel. Bleibt ein Fleck, rät Canon zum Kundendienst. Alles Nötige steckt im Kamera-Reinigungsset (19,99 €).
Was du brauchst
- Blasebalg für losen Staub, ohne die Linse zu berühren
- Linsenstift oder weicher Pinsel für Krümel, die der Luftstoß nicht löst
- Mikrofasertuch oder Linsenpapier für Fingerabdrücke und Schlieren
- Objektivreiniger, nur ein paar Tropfen aufs Tuch
Das Kamera-Reinigungsset bringt Blasebalg, 2-in-1-Linsenstift, Reinigungspinsel, 5 Mikrofasertücher, 20 Blatt Linsenpapier, 4 Sensor-Reinigungsstäbchen, antistatische Handschuhe und eine Pinzette in einer Box mit.
Objektiv reinigen in vier Schritten
- Staub wegpusten: Mit dem Blasebalg Staub und Fusseln von der Linse blasen (Nikon).
- Hartnäckige Krümel lösen: Mit einem weichen Pinsel sanft über die Linse streichen; Sony nennt dafür einen Blasepinsel.
- Fingerabdrücke entfernen: Wenig Objektivreiniger auf ein weiches, sauberes Tuch geben, nicht direkt auf die Linse sprühen (Sony). Dann kreisförmig von der Mitte nach außen wischen (Nikon, Sony).
- Kontrollieren: Gegen das Licht halten. Bleiben Schlieren, mit einem trockenen Teil des Tuchs nachwischen.
Nikon nennt neben Objektivreiniger auch etwas Ethanol auf dem Tuch. Organische Lösungsmittel wie Farbverdünner oder Waschbenzin gehören nie aufs Objektiv. Und: Glas nicht mit den Fingern berühren.
Bildsensor reinigen: Vorsicht statt Ehrgeiz
Der Bildsensor ist sehr empfindlich. So gehst du laut Canon vor:
- Erst die automatische Sensorreinigung der Kamera laufen lassen, wenn sie eine hat.
- Für die manuelle Reinigung einen vollständig geladenen Akku einsetzen, im Menü die manuelle Reinigung wählen und das Objektiv abnehmen.
- Den Sensor nur mit einem Blasebalg ohne Pinsel abblasen. Ein Pinsel kann den Sensor verkratzen.
- Nie Druckluft oder Gas verwenden. Auch Sony warnt vor Luftspray, weil es Funktionsstörungen verursachen kann.
- Geht ein Fleck so nicht weg, empfiehlt Canon den Kundendienst.
Die Sensor-Reinigungsstäbchen im Set berühren den Sensor direkt. Nimm sie nur, wenn die Anleitung deiner Kamera das zulässt und du dir den Eingriff zutraust; sonst ist der Kundendienst der sichere Weg.
Gehäuse, Bajonett und Display
- Gehäuse: mit einem weichen, leicht mit Wasser angefeuchteten Tuch abwischen und trocken nachwischen. Keine Verdünner, kein Benzin, keinen Alkohol und keine Feuchttücher (Sony).
- Objektivanschluss: Teile im Inneren nicht berühren, Staub nur wegblasen (Sony).
- Kontakte: Die Kontakte am Objektiv sauber halten (Nikon).
- Display: Öl oder Handcreme sofort entfernen, nicht fest mit Papiertüchern reiben, sonst leidet die Beschichtung (Sony).
Sechs Fehler, die du vermeiden solltest
| Fehler | Warum | Quelle |
|---|---|---|
| Druckluft aus der Dose | kann Sensor und Kamera beschädigen | Canon, Sony |
| Pinsel auf dem Sensor | kann den Sensor verkratzen | Canon |
| Reiniger direkt auf die Linse sprühen | Flüssigkeit gehört aufs Tuch | Sony |
| Verdünner oder Waschbenzin | organische Lösungsmittel schließt Nikon ausdrücklich aus | Nikon |
| Glas mit den Fingern anfassen | hinterlässt Fett und neue Abdrücke | Nikon |
| Display mit Papiertüchern schrubben | kann die Beschichtung verkratzen | Sony |
Damit es gar nicht erst schmutzig wird
- Deckel drauf: Vorderen und hinteren Objektivdeckel aufsetzen, bevor das Objektiv in die Tasche kommt (Nikon).
- Frontlinse schützen: Eine Gegenlichtblende oder ein Klarglasfilter schützt die Frontlinse (Nikon).
- Trocken lagern: Bei längerer Pause kühl und trocken aufbewahren, nicht in der Sonne. Feuchtigkeit kann zu Schimmel und Korrosion führen (Nikon).
- Gut verpackt unterwegs: Die Kameratasche mit Schultergurt (29,95 €) ist wasserabweisend, innen 21 × 10 × 17 cm groß und frei einteilbar. Für Ausflüge ans Wasser gibt es den Dry Bag (ab 9,99 €) mit Rollverschluss in 2 bis 20 Litern.
Häufige Fragen
Womit reinigt man ein Kameraobjektiv?
Erst mit einem Blasebalg, dann mit einem weichen Tuch oder Linsenpapier und etwas Objektivreiniger, von der Mitte nach außen.
Darf ich Alkohol zum Reinigen nehmen?
Nikon nennt etwas Ethanol oder Objektivreiniger auf einem weichen Tuch als geeignet. Verdünner und Waschbenzin nie. Im Zweifel gilt die Anleitung deines Objektivs.
Kann ich den Kamerasensor selbst reinigen?
Mit einem Blasebalg ja, so beschreiben es die Hersteller. Bleibt ein Fleck, rät Canon zum Kundendienst. Nie Druckluftspray verwenden.
Warum keine Druckluft aus der Dose?
Canon schreibt, den Sensor nie mit Druckluft oder Gas zu reinigen, Sony warnt vor Funktionsstörungen durch Luftspray.
Wie oft sollte man die Kamera reinigen?
Wenn du Staub siehst oder Flecken auf den Bildern auftauchen. Ein Blick nach jedem Ausflug in Sand, Regen oder Staub schadet nicht.
Wie bewahre ich Objektive richtig auf?
Mit vorderem und hinterem Deckel, kühl und trocken, nicht in der Sonne und nicht neben Mottenkugeln aus Naphthalin oder Kampfer (Nikon).
Ist das Reinigungsset ein gutes Geschenk?
Für alle, die gern fotografieren, ja. Weitere Ideen für Fotografen und Filmer: die Filmklappe aus Holz (ab 8,95 €) und die Kameratasche.
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Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand (Deutschland 3,90 €), Stand 21.10.2026. Maßgeblich ist der Preis auf der Produktseite.
Quellen
- Nikon: Online-Handbuch D3500, „Kit-Objektive“, Pflegehinweise
- Canon: Bedienungsanleitung EOS R5, „Sensorreinigung“
- Sony: Hilfe ILCE-7M2, „Info zur Reinigung“







