Kurz gesagt: Die oberste Zeile auf dem Bildschirm soll nicht über deiner Augenhöhe liegen; der Blick geht leicht nach unten (DGUV Information 215-410). Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm beträgt mindestens 50 cm, bei großen Bildschirmen bis etwa 80 cm. Steht der Bildschirm zu tief, etwa bei einem Laptop oder einem Monitor ohne Höhenverstellung, hebt ihn ein Monitor- oder Laptopständer auf die richtige Höhe. Steht er schon richtig, brauchst du keinen.
Die richtige Bildschirmhöhe
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt in ihrem Leitfaden für Bildschirm- und Büroarbeitsplätze klare Empfehlungen:
- Oberste Zeile nicht über Augenhöhe: Die oberste Zeile auf dem Bildschirm soll keinesfalls oberhalb der waagerechten Sehachse liegen (DGUV Information 215-410, S. 53).
- Blick leicht nach unten: Für eine entspannte Kopfhaltung senkt sich die Blicklinie um etwa 35 Grad aus der Waagerechten (S. 52).
- Bildschirm leicht nach hinten neigen: So schaust du möglichst senkrecht auf die Anzeige (S. 46).
So prüfst du es in 30 Sekunden: Setz dich aufrecht hin und schau geradeaus. Trifft dein Blick die oberste Textzeile oder einen Punkt knapp darüber, passt die Höhe. Musst du den Kopf heben, steht der Bildschirm zu hoch. Musst du den Kopf deutlich senken, steht er zu tief.
Der richtige Abstand
- Mindestens 50 cm zwischen Auge und Bildschirm (DGUV, S. 53).
- Für typische Büroarbeit mit viel Lesen haben sich 50 bis 65 cm bewährt (S. 39).
- Bei großen oder mehreren Bildschirmen darf es mehr sein, bis etwa 80 cm (S. 53).
- Am Laptop unterwegs: etwa 50 bis 60 cm (S. 93).
Faustregel für die Schriftgröße: Großbuchstaben sollten bei 50 cm Abstand mindestens 3,2 mm hoch sein (S. 37–38). Ist die Schrift kleiner, lieber in der Software vergrößern, statt näher heranzurücken.
Wann ein Monitorständer hilft
Ein Ständer hebt den Bildschirm an. Das lohnt sich, wenn er zu tief steht:
- Laptop: Der Bildschirm sitzt fest über der Tastatur und ist fast immer zu niedrig. Mit einem Laptopständer und einer externen Tastatur und Maus bekommst du Höhe und Abstand hin.
- Monitor ohne Höhenverstellung: Manche Monitore lassen sich nur neigen, nicht in der Höhe verstellen. Ein Ständer gleicht die fehlenden Zentimeter aus.
- Großgewachsene: Wer groß ist, sitzt höher; der Bildschirm muss mit.
Steht dein Monitor schon so, dass die oberste Zeile auf oder unter Augenhöhe liegt, bringt ein Ständer ergonomisch nichts. Dann kann er trotzdem für Ordnung sorgen: Unter der Ablage ist Platz für die Tastatur, Papiere oder Kleinkram.
Unsere Ständer im Vergleich
| Modell | Maße | Besonderheit |
|---|---|---|
| Monitorständer | 40 × 24 × 10,5 cm | schlicht, für kleine Schreibtische |
| Monitorständer mit Schiebefach | 42 × 24 × 10,5 cm | Fach für Stifte, Notizen, Smartphone |
| Monitorständer mit zwei Schubladen | 42 × 24 × 10,5 cm | zwei Schubladen für Büromaterial |
| Laptopständer, drehbar | höhenverstellbar | um 360 Grad drehbar, offene Fläche |
Alle drei Monitorständer sind 10,5 cm hoch. Miss vorher nach: Wie viel fehlt bis zur richtigen Höhe? Passt die Breite auf deinen Schreibtisch, und steht der Monitorfuß sicher auf der Fläche?
Der Rest des Arbeitsplatzes
- Tischhöhe: Für einen festen Tisch nennt die DGUV 74 cm (± 2 cm), für einen höhenverstellbaren Sitztisch 65 bis 85 cm (S. 57).
- Tischgröße: mindestens 160 × 80 cm (Breite × Tiefe); 120 cm Breite nur bei einem Bildschirm und wenig Papier (S. 57).
- Tastatur: Vor der Tastatur sollten 10 bis 15 cm Platz zum Auflegen der Hände bleiben (S. 47).
- Schreibtisch frei halten: Ein großes Mauspad (90 × 40 cm) hält Maus und Tastatur zusammen, ein Organizer mit fünf Fächern und magnetische Stiftehalter sorgen für Ordnung.
- Bewegung: Wer am Stehschreibtisch arbeitet, kann zwischendurch auf einem Balance Pad stehen. Übungen dafür stehen im Ratgeber Balance-Pad-Übungen.
Rechtlich verlangt die Arbeitsstättenverordnung für Arbeitsplätze im Betrieb unter anderem, dass Bildschirme frei und leicht dreh- und neigbar sind und reflexionsarme Oberflächen haben (ArbStättV, Anhang Nr. 6.3). Die genauen Maße stehen nicht in der Verordnung, sondern in Leitfäden wie der DGUV-Information.
Häufige Fragen
Wie hoch muss ein Monitor stehen?
So, dass die oberste Bildschirmzeile auf oder knapp unter Augenhöhe liegt und du leicht nach unten schaust (DGUV Information 215-410).
Wie weit sollte der Bildschirm entfernt sein?
Mindestens 50 cm. Für normale Büroarbeit sind 50 bis 65 cm bewährt, bei großen Bildschirmen bis etwa 80 cm.
Brauche ich einen Monitorständer?
Nur, wenn dein Bildschirm zu tief steht, zum Beispiel beim Laptop oder bei Monitoren ohne Höhenverstellung. Steht er richtig, ist ein Ständer eher eine Ablage für Ordnung.
Wie viel erhöht ein Monitorständer?
Unsere pixly-Monitorständer sind 10,5 cm hoch. Der Laptopständer ist höhenverstellbar.
Ist ein Monitorständer ein gutes Geschenk?
Für alle im Homeoffice, ja. Weitere Ideen bis 50 € stehen im Beitrag Geschenke unter 25 Euro.
Alles für den Schreibtisch findest du in der Welt Büro & Technik und bei der Marke pixly.
Passend dazu: Homeoffice einrichten – Tisch, Licht, Laptop und Pausen.
Quellen
- DGUV: DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze – Leitfaden für die Gestaltung“, Juli 2019, in Zusammenarbeit mit der BAuA (Seitenzahlen der gedruckten Ausgabe)
- Arbeitsstättenverordnung, Anhang Nr. 6







